Wahlempfehlung der Nationalpartei für die Abstimmungen vom 08.03.2026
Ja zur Initiative «200 Franken sind genug» (Halbierungsinitiative)
Explodierende Krankenkassenprämien und stetig steigende Lebenshaltungskosten. In Zeiten exorbitant hoher finanzieller Belastungen privater Haushalte ist es äusserst fraglich sich daneben noch eine derart üppig ausgestattete öffentlich-rechtliche Medienanstalt wie die SRG zu leisten. Für manche gerade im Niedriglohnsektor Beschäftigte, für Pensionäre mit knapper Rente, oder Alleinerziehende, kann selbst noch eine jährliche Gebühr von 300 Franken für eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung sorgen. Dem nicht genug bezahlen Unternehmer mit dieser auch für sie obligatorischen Abgabe gleich doppelt. Dass Unternehmer hier zweimal zur Kasse gebeten werden, widerspricht ganz nebenbei auch den Prinzipien einer gerechten Steuerpolitik. Obwohl private Medien durchaus in der Lage wären ein qualitativ hochstehendes Programm anzubieten, erhebt die SRG ein Exklusivrecht auf einen «unabhängigen Qualitätsjournalismus» für sich. Dieser sogenannte «unabhängige Qualitätsjournalismus» wie ihn die SRG für sich reklamiert, setzt jedoch nicht die Existenz einer staatlich alimentierten Medienanstalt voraus, sondern zeichnet sich durch ein Meinungsspektrum aus dass sich von Links bis Rechts erstreckt, Gerade aber das diesbezügliche Agieren des SRF wirft hier Fragen zur Verhältnismässigkeit auf. Wenn zum Beispiel eine SRF Korrespondentin im Zusammenhang mit den gewaltsamen Protesten rund um den Gründungskongress der AfD Jugend im vergangenen Jahr von einer «weitgehend friedlichen Demonstration» spricht, oder der Ökoterrorist Bellini in einem Tagesschau Bericht über dessen ableben als «Linksaktivist» bezeichnet wird, sind dies Indizien welche den Vorwurf der Linkslastigkeit des SRF untermauern.
Von Gegenseite wird oft auch das Argument eines nationalen Versorgungsauftrages der SRG ins Feld geführt. Wenn den lateinischen Landesteilen eine solch hohe Bedeutung im schweizerischen Staatsverbund zugeschrieben wird, stellt sich die Frage, warum diese Sprachgruppen nicht selbst für ihre mediale Versorgung aufkommen können. Weshalb zum Beispiel die rund 2 Millionen Romands ohne Mittel aus der Deutschschweiz im Rahmen ihrer Möglichkeiten nicht in Eigenregie entsprechende Programme lancieren können?
Zudem leidet die SRG an Doppelspurigkeit. Meilenweit entfernt vom Kernauftrag einer ausgewogenen Information buhlt das SRF mit Fantasievollen Eigenkreationen um die Gunst einer Jugend deren Konsumverhalten sich längst an Formaten wie Netflix, Spotify, oder in sozialen Medien an ebenfalls hoch im Kurs stehenden Plattformen wie Tiktok oder Instagram orientieren. Völlig perfide auch der Versuch des SRF, nur wenige Wochen vor dem Urnengang nun jeweils die Nationalitäten ausländischer Delinquenten zu nennen, wo man dies bis dato vehement abgelehnt hat.
Offenbar geht es hier darum, im letzten Moment noch konservative Wählerschichten anzusprechen. Ins selbe Muster passt die versteckte Drohung, bei einer Annahme der Initiative stünden Übertragungen wie das Lauberhorn Rennen oder Schwingfeste auf dem Spiel, offenbar mit dem Kalkül dahinter, potentielle Unterstützer des Volksbegehrens von einem Ja abzuhalten.
Diese Vorlage spaltet zwar, lässt aber bei genauer Betrachtung und unter Einbezug einer rationalen Denkweise nur ein Ja am 8. März zu.
Nein zur Klimafonds- Initiative
Die Klimafonds Initiative verlangt die Schaffung eines staatlichen Fonds, der mit öffentlichen Geldern Massnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen, sowie zur sogenannten Klimaanpassung finanzieren soll. Gespiesen werden soll dieser Fonds durch Abgaben, Umlagen oder zweckgebundene Steuereinnahmen. Der Bund würde damit weitreichende Kompetenzen erhalten, um in Wirtschaft, Energieversorgung und Alltagsleben der Bevölkerung einzugreifen.
Was fordert die Initiative konkret?
Die Initiative sieht vor:
die Einrichtung eines permanenten Klimafonds auf Bundesebene
die Finanzierung von Klimaschutz- Klimaanpassungsprojekten aus öffentlichen Mitteln
staatliche Lenkung bei Investitionen in Energie, Verkehr, Gebäude und Industrie.
eine langfristige Bindung erheblicher finanzieller Ressourcen für klimapolitische Zwecke.
Damit würde eine neuer Umverteilungs- und Subventionsmechanismus geschaffen, dessen letztlich von der arbeitenden Bevölkerung, den Steuerzahlern und den Unternehmen getragen werden müssten.
Was spricht gegen die Klimafonds-Initiative?
Die Nationalpartei lehnt die Initiative aus mehreren Gründen entschieden ab:
- Neue Belastungen für Bürger und Wirtschaft
Der Klimafonds führt zwangsläufig zu höheren Abgaben, steigenden Preisen und zusätzlicher Bürokratie. Gerade der Mittelstand, Familien sowie kleine und mittlere Unternehmen würden finanziell weiter unter Druck geraten.
- Mehr Staat, weniger Eigenverantwortung
Statt auf Innovation, marktwirtschaftliche Lösungen und technologische Offenheit zu setzen, fördert die Initiative staatliche Planwirtschaft und Subventionspolitik. Erfahrungsgemäss sind solche Fonds ineffizient, teuer und anfällig für Fehlanreize.
- Unklare Wirkung, garantierte Kosten
Ob die Massnahmen tatsächlich einen messbaren Einfluss auf das globale Klima haben, bleibt mehr als fraglich. Sicher sind hingegen die langfristigen finanziellen Verpflichtungen für die Bevölkerung.
- Ideologisch geprägte Klimapolitik
Die Initiative basiert auf der Annahme einer ausschliesslich oder überwiegend durch CO2 verursachten, menschengemachten Klimawandels. Die Nationalpartei weist darauf hin, dass es sich hier um ein politisch-ideologisches Narrativ handelt, das einer umfassenden, kritischen und ergebnisoffenen wissenschaftlichen Prüfung nicht standhält. Klimamodelle beruhen auf Annahmen, enthalten Unsicherheiten und werden in der öffentlichen Debatte oft zu Unrecht als unumstössliche Gewissheiten dargestellt.
- Für Umweltpolitik mit Augenmass
Die Nationalpartei bekennt sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt. Nachhaltigkeit bedeutet jedoch nicht ideologische Bevormundung. neue Abgaben oder einen Ausbau staatlicher staatlicher Macht. Umweltpolitik muss wirtschaftlich tragbar, technologisch offen und demokratisch kontrollierbar bleiben.
Fazit
Die Klimafonds-Initiative ist teuer, wirkungsunsicher und ein weiterer Schritt hin zu mehr Staat und weniger Freiheit.
Darum sagt die Nationalpartei klar und deutlich: Nein zur Klimafonds-Initiative.
Bargeld sichern- Verantwortung für Freiheit und Souveränität
Bargeld ist ein zentraler Bestandteil unseres Alltags und ein wichtiger Pfeiler der wirtschaftlichen Freiheit. Es ermöglicht selbstbestimmtes Handeln, schützt die Privatsphäre und stellt sicher, dass alle Menschen am Wirtschaftsleben teilhaben können. Für eine stabile und souveräne Schweiz ist der langfristige Erhalt des Bargeldes von grundlegender Bedeutung.
Die Bargeld Initiative hat dieses Anliegen rechtzeitig aufgegriffen und eine notwendige Debatte angestossen. Sie setzt ein klares Zeichen gegen die schleichende Verdrängung des Bargeldes durch digitale Zahlungssysteme und internationale Entwicklungen, auf die die Schweiz nur begrenzten Einfluss hat.
Ein Ja zur Initiative bedeutet ein klares Bekenntnis zur Wahlfreiheit der Bevölkerung. Niemand darf gezwungen werden, ausschliesslich digital zu bezahlen oder von Banken, Zahlungsanbietern oder technischer Infrastruktur abhängig zu sein. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig ein verlässliches, unabhängiges Zahlungsmittel ist.
Gleichzeitig liegt mit dem Gegenvorschlag eine abgeschwächte Lösung vor. Er nimmt die berechtigten Anliegen der Initiative auf und sorgt dafür, dass der Zugang zu Bargeld auch künftig gesichert bleibt. Dabei lässt er dem Gesetzgeber einen gewissen Handlungsspielraum. Das ist wichtig, um die Versorgungssicherheit im ganzen Land zu gewährleisten und auf künftige Entwicklungen flexibel reagieren zu können.
Ein doppeltes Ja zur Initiative und zum Gegenvorschlag ist kein Widerspruch. Es stärkt das politische Signal zugunsten des Bargelds und ermöglicht gleichzeitig eine praktikable Umsetzung. Dieses Vorgehen entspricht der bewährten Tradition der direkten Demokratie und dient der Stabilität unseres Geld- und Wirtschaftssystems.
Wer Bargeld erhalten will, setzt mit einem doppelten Ja (Stichfrage Initiative) ein klares Zeichen für Freiheit, Sicherheit und eine souveräne Schweiz.
Bundesgesetz über die Individualbesteuerung
-«Abschaffung der Heiratsstrafe»- das hörte sich doch gut an! Vorausgesetzt, es wäre nicht nur eine Parole. Denn bei näherem Hinschauen fällt auf, dass es nicht nur ein sehr kompliziertes, sondern auch, dass es Verheiratete nicht per se entlastet, Dies wäre im Falle von zwei sehr gut verdienenden, verheirateten Personen der Fall. Ein verheiratetes Paar mit Kind oder Kindern, bei dem nur ein Elternteil arbeitet, würde in Genuss einer minimalen Steuerentlastung kommen.
Mit der Individualbesteuerung- die von linksliberalen Parteien und Organisationen unterstützt, und von fast allen abgelehnt wird – hilft vor allem Personen ohne Kinder. Nachfolgend ein paar Beispiele:
Verheiratetes Paar ohne Kind, ungleich verdienend, 130 000 Franken:
Verheiratetes Paar ohne Kind, ähnlich verdienend, 160 000 Franken:
Unverheiratetes Paar mit Kind, ungleich verdienend, 130.000 Franken
Unverheiratetes Paar ohne Kind, ungleich verdienend, 130 000 Franken:
Eine alleinstehende Person mit 80 000 Franken Einkommen:
Aber selbst bei theoretischen steuerlichen Vorteilen gibt es Unklarheiten, die schlussendlich zu Nachteilen führen können. So ist unklar, auf wessen Steuererklärung z.b. Autos, Mobiliar oder Wohneigentum aufgeführt werden sollen.
Die vielen individuellen, zu berücksichtigenden Faktoren sind kaum als grundlegend positiv oder negativ zu bewerten. Der Landesvorstand hat deshalb die Stimmfreigabe beschlossen.
